Während Norbert Blüm Mitte der Neunziger Jahre noch öffentlich sagte, “die Renten sind sicher”, und viele ihm damals auch geglaubt haben, wissen heute alle, Politiker und der Bürger, dass dem so nicht ist.

Schon seit einiger Zeit wird versucht, zaghaft dagegen zu steuern, dass das System der Rente total zusammenbricht. Immer weniger Beitragszahler müssen Jahr für Jahr immer mehr Rentner finanzieren.

Die private Altersvorsorge ist in dem Mittelpunkt gerückt. Die Riesterrente wurde 2002 eingeführt, ein Instrument der privaten Altersvorsorge, dass staatlich gefördert wird. Wurde diese Form der Altersvorsorge erst nur sehr zaghaft angenommen, geht der Trend jetzt ganz steil nach oben. Die Riester Rente und ihr Pendant, die Rürup Rente sind in aller Munde, und die Anzahl der Abschlüsse steigt von Jahr zu Jahr.

Niemand verlässt sich mehr nur noch auf seine Altersrente. Es ist sicher, dass davon im Alter allein nicht gelebt werden kann. Demografische Studien verdeutlichen die Situation, die schrittweise Anhebung der der Altersgrenze für den Eintritt in die Rente ist nur eine logische Konsequenz, um das System etwas länger am Leben zu erhalten. Erschwerend für diese ganze Problematik ist natürlich auch, dass nicht nur die Zahl der Rentner steigt, sondern das diese auch immer eine höhere Lebenserwartung haben. Also demzufolge die Renten über einen viel längeren Zeitraum beziehen, als das noch vor 30 oder 40 Jahren der Fall war.

Keiner von den heutigen jungen Leuten sollte sich auf die staatliche Rente verlassen, private Vorsorge schon in jungen Jahren durch die Riester Rente sichert im Alter ein zusätzliches Einkommen.

Julia Siebel

julia.siebel@transparent.de

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