Di 6 Nov 2007
In Zeiten steigender Rohstoffpreise ist in den letzten Jahren auch der nachwachsende Rohstoff Hanf wieder verstärkt in die Wahrnehmung interessierter Kreise vorgestoßen. Der nachwachsende Rohstoff Hanf ist im vergleich zu anderen nachwachsenden Ressourcen besonders vielseitig.
Die einjährige Pflanze liefert reißfeste Naturfasern, wertvolle Schäben, gesunde Lebensmittel und mit der Blüte auch noch Medizin. Die Naturfasern sind sehr robust, werden nicht von Motten befallen und können zu feinen Textilien, zu Dämmstoffen aber auch zu Faserverbundwerkstoffen in der Automobilindustrie weiterverarbeitet werden. Bei der Fasergewinnung fällt als Sekundärrohstoff die Hanfschäbe an.
Diese sieht aus wie ein grober Holzsplitter. Hanfschäben dienen als Tiereinstreu können aber auch zu Schüttdämmungen weiterveredelt werden. Neben den beiden genannten reinen Rohstoffen liefert die Hanfpflanze auch Hanfsamen, die man botanisch betrachtet eigentlich als Hanfnüsse bezeichnen müsste. Diese Hanfnüsse sind ein sehr gesundes Lebensmittel, dass reich ist an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Aufgrund der positiven Eigenschaften wird das aus den Samen gepresste Öl gern in der gesunden Küche verwendet aber auch zunehmend von der Kosmetikindustrie nachgefragt. Mit der Blüte liefert der Hanf auch noch eine Droge, die aber auch wieder als Medikament wiederentdeckt wird. Diese zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten machen den Hanf ganz sicher zu einem der vielseitigsten nachwachsenden Rohstoffe überhaupt.
Aus dieser Vielseitigkeit erwächst ein großes Potential, nicht nur für die Landwirtschaft.
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