Do 21 Aug 2008
Das DSL-Zeitalter hat erst vor einigen Jahren begonnen. Schnelle Breitband-Verbindungen ermöglichen es uns, in Kombination mit einer DSL-Flatrate, ohne zeitliche Beschränkungen im Internet zu surfen und dabei Unmengen an Daten auf unsere Rechner herunterzuladen, ohne dass dies mit hohen Kosten verbunden wäre. Die Einführung der DSL-Flatrate durch die DSL Anbieter hat allerdings auch zu einem neuen Volkssport geführt: das „Raubkopieren“.
Weil fast alle Spielfilme schon in den Internet-Tausch-Börsen wie „eMule“ auftauchen, bevor sie in die Kinos kommen, schützen viele Produzenten ihre neu produzierten Filme mittlerweile wie einen Goldschatz. Auch die Musikindustrie und der Staat greifen gegen Raubkopierer immer härter durch. Vielen DSL-Flatrate-Nutzern scheint die rechtliche Problematik überhaupt nicht bekannt zu sein. Sie wissen anscheinend nicht, dass ihr Verhalten rechtswidrig ist und dass für das Runterladen urheberrechtlich geschützter Dateien per DSL-Flatrate hohe Strafen drohen.
Wer mit seiner DSL-Flatrate Dateien aus dem Internet herunterlädt, deren Anbieter offensichtlich rechtswidrig an das jeweilige Material gekommen ist, der handelt illegal. Auch ist es verboten, illegal bezogene Dateien an Freunde weiterzugeben. Die Medienindustrie beschäftigt eine Vielzahl von Fahndern, welche die populärsten Tausch-Börsen nach Raubkopieren durchsuchen. Für einen einzigen Song, der per DSL-Flatrate über eine Tausch-Börse verbreitet wird, verlangen Plattenfirmen dann oft mehrere 1000 Euro Schadensersatz. Bei Spielfilmen oder ganzen Musikalben kann es zu noch weitaus höheren Forderungen gegen den DSL-Flatrate-Nutzer kommen.
In der Vergangenheit haben sich die Fahnder der Musik-Industrie anscheinend auf jene Raubkopierer konzentriert, die ihre DSL-Flatrate missbrauchen, um urheberrechtlich geschützte Dateien in Tausch-Börsen anzubieten, also zu verbreiten. Wer mit seine DSL-Flatrate lediglich genutzt hat, um solche Dateien herunter zu laden, war bislang offenbar weniger im Visier der Fahnder.
Allerdings ist es so, dass die Programme, die zur Nutzung von Tausch-Börsen verwendet werden, in den meisten Fällen die heruntergeladenen Dateien selbst ständig anderen Benutzern zur Verfügung stellen. Dies kann die Geldstrafen, die ahnungslosen DSL-Flatrate-Nutzern drohen, bis ins unermessliche erhöhen.
Meister, Manuel
m.meister@web.de
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