Produktionsverfahren von Lochblechen

Die unterschiedlichen Produktionsverfahren von Lochblechen

Lochbleche sind wie Stangen und Rohre vorgefertigte Rohmaterialien, die zu der Gruppe der Halbzeuge gehören. Diese zählen zu der verbreitetsten Lieferform für Metallwerkstoffe in der Fertigungstechnik und können speziell für bestimmte Einsatzzwecke optimiert werden.
Bei einem Lochblech handelt es sich um eine Platte, die nach DIN-Vorgaben genormt ist und durch Stanzen, Perforieren oder Bohren gleichartige Öffnungen erhält, die regelmäßig angeordnet sind. Lochbleche werden v.a. aus Materialien wie Metallen (Stahl, Aluminium und Edelstahl) sowie Kunststoff gefertigt. Bei den unterschiedlichen Perforierverfahren von Lochblechen fallen die Lochfüllungen als Abfall an.

Die Lochblech-Herstellung mit dem Stanz-Nibbelautomat

Lochbleche werden mithilfe von unterschiedlichen Werkzeugen gefertigt, damit sie für die verschiedenen Verwendungszwecke geeignet sind. Mit dem Stanz-Nibbelautomat können unterschiedliche und unregelmäßige Lochbilder in einem Arbeitsgang realisiert werden. Diese Methode ermöglicht auch eine genauere Konturenbearbeitung. Die sog. Breitpresse ist für die Herstellung von großen Stückzahlen mit einem gleichen Lochbild geeignet, da dieses Gerät so breit ist wie das zu lochende Blech und aus diesem Grund bei nur einem Durchlauf eine gesamte Lochreihe gefertigt werden kann.

Dieses Werkzeug ermöglicht auch eine gleichzeitige Lochung mehrerer Reihen. Im Gegensatz zu der Breitpresse nimmt die Streifenpresse Lochungen nur abschnittweise vor. Dieses Werkzeug locht somit keine ganzen Reihen, sondern nur einzelne Löcher und ist somit für Sonderlochungen mit geringeren Stückzahlen und für schwierige Lochungen sehr gut geeignet.

Möglichkeiten verschiedener Lochbilder

Bei dem Stanzautomat handelt es sich um ein Spezialwerkzeug, das computergesteuerte Lochungen vornimmt, wodurch komplexe Lochbilder möglich sind. Diese Methode ist aus diesem Grund nur für geringe Stückzahlen mit schwierigen Lochungen geeignet. Die sog. Walzenperforation ist ein selten genutztes Verfahren, da diese nur für Mikroperforationen geeignet ist.

Dabei drückt eine geformte Walze Löcher in das Material. Bei harten oder dicken Werkstoffen, die nicht gestanzt werden können, besteht die Möglichkeit, diese mit einem Laser, Wasserstrahl oder auch durch Brennschneiden zu perforieren. Da diese Methode jedoch sehr teuer und langsam ist, werden sie nur bei geringen Stückzahlen eingesetzt.

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