Viagra ist in der heutigen Kultur schon fast eine eigenständige Ikone geworden. Keine Internetseite kommt mehr ohne Werbung dafür aus. Ganze Comic-Strips sind schon über diese blaue Pille gezeichnet worden und jedes Kind kennt mindestens einen verbotenen Witz darüber. Aber das Medikament Viagra hat schon vielen Männern mit ernsthaften Problemen geholfen.

Sex unbedingt zu wollen, aber von sich aus nicht zu können, ist kein Spaß. Auch einige Ehen sind daran in die Brüche gegangen. Aber die Nützlichkeit des Wirkstoffes ist nicht auf die Behebung der erektilen Dysfunktion begrenzt.
Auch viele Menschen mit gefährlich niedrigem Blutdruck oder anderen Kreislaufbeschwerden vertrauen seit 1998 auf dieses Medikament. Viagra ist dank seiner Popularität und Wirkungsweise also nicht nur beziehungs- sondern auch lebensrettend.

Die Krankenkassen, die Gesetzlichen natürlich allen voran, weigerten sich sehr lange, dies zu akzeptieren und waren nicht bereit, für die Steigerung der Lebensqualität ihrer Versicherten die Kosten dafür zu übernehmen.

Aber in einem Fall mit übergroßem Medien- und öffentlichem Interesse entschied das Landgericht Köln, dass erektile Dysfunktion keine normale Alterserscheinung ist und deshalb eine Störung oder Krankheit vorliegt. Darum mussten und müssen die Kassen seither dafür aufkommen. Auch ein Einsatz von Viagra für die Frau wurde lange getestet, aber schließlich wurde das Projekt aufgegeben.

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