Thujon ist ein Inhaltsstoff des Wermut. Absinth beinhaltet Thujon, aber nicht grundsätzlich, denn inzwischen sind auch Thujonfreie Absinth auf dem Markt erhältlich. Absinth war lange Zeit verboten, letztendlich auch wegen seinem Inhaltsstoff, eben jenem Thujon.

Thujon nennt man auch Absinthol oder Tanaceton. Thujon ist ein starkes Nervengift welches im Wermut-Öl enthalten ist. Eben als jenes starke Nervengift verursacht es epileptische Fälle, ruft Krämpfe hervor und führt bei chronischer Missbrauch zu Verblödung und letztlich zu einer Abhängigkeit. Man gewinnt es durch Extraktion aus der Wermut Pflanze, und genau dieser Inhaltsstoff ist schuld am Krankheitsbild des Absinthismus.

Thujon ist auch noch in einigen anderen Pflanzen enthalten, aber aufgrund des alkoholhaltigen Getränks, Absinth, war dieser Stoffe lange Jahre in aller Munde. Die bitterste Pflanze der Welt soll die Weinraute sein, an zweiter Stelle soll Wermut stehen. Die Gefährlichkeit dieses Stoffes ist ganz einfach zu erklären: Nervengifte die wie Thujon wirken, rufen schwere Krämpfe hervor und führen zu äußerst gefährlichen und irreparablen Degenerationserscheinungen am zentralen Nervensystem des Menschen. 

Thujon ist aber auch der Inhaltsstoff der Absinth für viele Menschen so interessant macht. Gerade weil eben dieser Inhaltsstoff nicht nur Schädigungen hervorruft, sondern in geringem Maße genossen, euphorisch wirken kann. Absinth das alkoholische Getränk, zu dessen Herstellung Wermut, Anis, Job, Melisse, und einige andere Heilkräuter und Gewürze benötigt werden, enthält Thujon. Deswegen war es auch das Lieblingsgetränk einer ganzen Kunstepoche. Lange Zeit war es recht schwer Absinth zu kaufen, denn Absinth war gesetzlich verboten. Inzwischen ist es wieder erlaubt, und so kann sich jeder der Absinth, mit oder ohne Thujon, genießen möchte, einen Absinth kaufen.

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