Mo 22 Okt 2007
Der wohl hervorstechendste Unterschied für Anwender liegt in den Kosten für den Erwerb beider Office-Tools. Während eine Vollversion für den privaten Gebrauch von Microsoft den Geldbeutel doch stark belasten kann (für Firmen werden spezielle Lizenzen vergeben, die dann noch teurer sein können), besteht die Möglichkeit OpenOffice einfach, und vor allem legal und kostenlos, aus dem Internet bei Sun Microsystems herunterzuladen. Dies macht die freie Variante sicherlich für Heimanwender und kleine Firmen interresant, da hier keinerlei Lizenzgebühren zu zahlen sind und ebenso Dokumente erstellt, verwaltet und archiviert werden können, wie in einem DMS (Dokumentenmanagement System).
Vielfach spricht man bei dem Vergleich beider Tools auch von Clonen, da sie sich in der Bedienung, und den Möglichkeiten der Textverarbeitung doch sehr ähnlich sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, das OpenOffice auf allen drei großen Betriebssystemtypen (Windows, Linux und Apple) einwandfrei läuft, während das Wordprogramm von Microsoft nur auf einem der drei lauffähig ist. OpenOffice bietet jedoch weit mehr Möglichkeiten als reine Textverarbeitung. In der Standartversion sind zusätzlich ein Tabellen-, Zeichen- sowie Präsentationstool enthalten. Wobei keines den Vergleich mit der kostenpflichtigen, jedoch nicht direkt in Microsoft Word enthaltenen Software, scheuen muss. Beide verfügen über sehr gut adaptierte Datenbankschnittstellen zu Access, ODBC sowie SQL. Das Sun Microsystems Produkt kann ohne Probleme Textfiles, Tabellenkalkulationen und Präsentationen in das entsprechende Microsoftformat exportieren oder daraus importieren, ebenso ist ein direkter Export in ein PDF - Format möglich. Diese Funktionen sind im Produkt aus Redmont nicht enthalten, hier wird nur in den hauseigenen Formaten, maximal noch in Raw Dateiformaten abgespeichert, ebenso wenig ist ein Direktexport in das PDF-Format möglich. Ebenfalls bietet OpenOffice, ebenso wie Microsoft Office die Grundfunktionen eines DMS (Dokumentenmanagement Systems)
OpenOffice ist aber auch für Programmierer interessanter als Microsoft Word, wenn es darum geht eigene, vielleicht dringend benötigte Module zu schreiben, und zu integrieren. Da Sun Microsystems ihr Produkt ab der Version 2.X under der GNU Lesser General Public License (LGPL) veröffentlicht (Version 1.X wurde noch unter der Sun Industry Standard Source License (SISSL) veröffentlicht ), ist der Quellcode frei verfügbar, so dass es relativ einfach ist maßgeschneiderte Module selbst einzubinden. Weiterhin ist es auch möglich diese dann bei Sun Microsystems als Erweiterungen für neuere OpenOffice Versionen einzureichen, damit sie einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.
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