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Fonds gibt es viele – welcher Fond ist für mich der Richtige?

Eine kurze Information zu Schiffsfonds

Bevor jemand sein Geld in Schiffsfonds investiert – zugegeben eine recht lohnenswert Anlage – sollte er mehr darüber in Erfahrung bringen. Es ist vielleicht recht sinnvoll, vor einer Investition erst einmal Folgendes zu wissen: Was sind Schiffsfonds? Hierbei geht es um geschlossene Investmentfonds. Geschlossen deswegen, weil hier eine bestimmte Summe an Geld „gesammelt“ wird. Ist nun diese Summe vorhanden, so wird der Fonds geschlossen, das heißt, dass dann keine weiteren Einlagen mehr möglich sind. Mit dem nun vorhandenen Kapital wird in den Bau oder den Erwerb von Schiffen investiert. Ein wesentlicher Vorteil von diesen Fonds ist wohl die Offenlegung des Projektes, welches finanziert werden soll. Ein Anleger wird also stets darüber informiert, wo sein Geld letztlich verwendet wird. Eine Kapitalanlage in Schiffsfonds ist natürlich mit Risiken aber auch mit guten Chancen verbunden. Einer der wohl heutzutage wichtigsten Vorteile ist die Steuerersparnis. Da Anbieter von Schiffsfonds keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, wird es hier auch keine spezifischen Vorschriften geben, welche besagen, dass nur in bestimmte Schiffe investiert werden darf. Manch einer mag dies als Vorteil sehen, andere wiederum sehen hieraus eher einen Nachteil. Auch die ziemlich hohe Mindesteinlage wird gerade bei Kleinanlegern eher als nachteilig empfunden. Wer jedoch die Möglichkeit, hier Anlagen zu tätigen, der wird in der Regel recht gut damit beraten sein.

Welche Nachteile haben geschlossene Fonds?

Kapitale Anlagemöglichkeiten haben sicherlich viele Vorteile, aber so ganz ohne Risiken, oder nennen wir es besser einmal Nachteile geht es auch nicht.

Natürlich ist bei der Investition in einen geschlossenen Fonds mit einer vergleichsweise hohen Rendite zu rechnen, allerdings sind hierfür auch einige Voraussetzungen wichtig. Das Konzept des Unternehmens, in welches investiert wird, sollte schon von Anfang an sehr überzeugend und erfolgversprechend sein. Doch auch, wenn das Konzept noch so erfolgversprechend ist, es kann immer irgendetwas schief gehen, so dass das Risiko doch auch meist recht hoch ist.

Es gibt aber noch weitere Nachteile von Immobilienfonds, die man auf jeden Fall auch bedenken sollte. So hat man hier meist recht hohe Einlagevorgaben, so dass Kleinanleger hier meist keine wirkliche Möglichkeit haben, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen. Zusätzlich zu den eigentlichen Einlagen kommen auch noch relativ hohe Gebühren, die dann natürlich die eigentliche Einlage oftmals ziemlich schmälern.

Ein weiterer Nachteil ist die in der Tat recht hohe Laufzeit, man wird nur selten die Möglichkeit haben, sein Kapital vor Ablauf von 10 Jahren wieder zu erhalten. Handelt es sich bei dem Projekt, in welches investiert wurde, um eine Gewerbeimmobilie, können weitere Nachteile auftauchen. Da in der heutigen Zeit viele Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihre Miete zu zahlen, könnte dies auch als Nachteil gezählt werden, denn wenn die Miete nicht gezahlt wird, dann wird auch kein Gewinn erzielt.

Offene und geschlossene Fonds

Die Investition in Investmentfonds wird immer beliebter. Hierbei ist jedoch genau zu überlegen, welche Ansprüche gestellt werden, welche Voraussetzungen erfüllt werden können und welche Ziele verfolgt werden. Erst wenn diese Aspekte geklärt sind, kann man sich für eine bestimmte Form der Geldanlage entscheiden.

Investmentfonds können in zwei Formen unterschieden werden. Zum einen sind dies die offenen Fonds. Der Anleger hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, in diese Form des Fonds zu investieren. Außerdem kann der Anleger seine Anteile zu jeder Zeit wieder verkaufen. Die Fondsgesellschaft ist dann verpflichtet, dem Verkäufer – also dem Anleger – den aktuellen Wert der Anteile zu zahlen. Die aktuellen Werte können in den verschiedensten Medien nachvollzogen werden.

Die zweite Form von Fonds sind die geschlossenen Fonds. Bei dieser Form des Fonds wird eine Gesamtsumme des Fondsvermögens festgelegt. Das bedeutet, dass wenn durch das Kapital der Anleger diese Gesamtsumme erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Demzufolge ist die Anzahl der Anleger begrenzt. Diesen Zeitraum – vom Angebot bis zur Schließung des Investmentfonds – bezeichnet man als Platzierungszeitraum. Geschlossene Fonds werden vorrangig längerfristig abgeschlossen. Durchschnittlich werden sie auf eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren festgelegt. Vor dem Ende der Laufzeit ist es jedoch für den Anleger schwierig, seine Fondsanteile zu verkaufen. Dies kann von der Fondsgesellschaft nur unter bestimmten Voraussetzungen genehmigt werden. Dann hat der Anleger jedoch mit einigen Geldverlusten zu rechnen.

Private Equity Fonds

Entschließt sich demzufolge ein Anleger dazu, in einen Private Equity Fonds zu investieren, übernimmt er dadurch Anteile an einem Unternehmen. Hohe Renditen können durch die Rückzahlung des gewährten Eigenkapitals gewährleistet werden. Denn wenn der festgesetzte Zeitraum vorüber ist, wird entweder das Unternehmen, in welches das Fondsvermögen investiert wurde, verkauft oder das Unternehmen geht an die Börse.

In beiden Fällen scheidet die Private Equity Gesellschaft als Gesellschafter aus. Der Verkaufspreis liegt größtenteils weit über dem eigentlichen Betrag der Investition. Dadurch wird der einzelne Investor an dem Gewinn durch den Verkauf beteiligt. Auch beim Börsengang können hohen Renditen trotz des Ausscheidens der Private Equity Gesellschaft erzielt werden. Denn die Gesellschaft erhält einen Aufschlag.

Doch nicht nur für die Fondsinvestoren hat diese Möglichkeit Vorteile zu bieten. Denn die Unternehmen, die durch die Private Equity Gesellschaft aufgekauft werden, erhalten einen Schub an Kapital, mit welchem eine Sanierung möglich ist und der Ruin des Unternehmens vermieden werden kann. 

Geldmarktfonds – Chancen nutzen

Der Geldmarkt ist für den privaten Anleger nur auf zwei Arten zugänglich: über Tagesgeldkonten und über Geldmarktfonds. Eine direkte Teilnahme am Geldmarkt über den Kauf von Anleihen oder Schuldscheindarlehen ist nicht möglich – dies, wie auch der Handel mit Festgeldern oder Kündigungsgeldern (sog. Termingelder) bleibt Banken und institutionellen Anlegern vorbehalten.

Da der Geldmarkt für Anleger hauptsächlich den Vorteil bietet, Geld sicher und flexibel zu guten Zinsen anzulegen, ist der Geldmarkt sehr attraktiv. Eine gute Geldanlage sind Tagesgeld und Geldmarktfonds deshalb, aber nicht nur deshalb. Das beste Beispiel zeigt die aktuelle Krise der US-Immobilienfonds. Hier haben die Banken und Investmentgesellschaften in sehr kurzer Zeit erhebliche Summen verloren, und die Zentralbanken schießen Geld in den Markt, um den Banken ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen. Dies erfolgt am Geldmarkt. Nun ist das Angebot an liquiden Mitteln zwar sehr groß, aber die Nachfrage eben auch. So kommt es, dass der Geldmarkt gerade in der aktuellen Krise, eine echte Chance auf sehr gute Renditen darstellt.

Ein weiteres Indiz für die steigende Nachfrage an Geldern am Geldmarkt ist die Tatsache, dass der Goldpreis trotz Krise sehr stabil bleibt. Bei Krisen größeren Ausmaßes steigen institutionelle wie private Anleger schnellstmöglich auf Gold als Anlageform um. Gold erlebt in Krisenzeiten immer einen regelrechten Boom.

Da der Goldpreis stabil ist, kann es sein, dass der Geldmarkt aktuell ein wenig die Position des sicheren Hafens einnimmt oder aber, dass die Krise der Immobilienfonds nicht so schwerwiegend ist, wie von den Medien derzeit dargestellt. Es bleibt unbesehen eine Katastrophe, dass große Investmentbanken oder gar die IKB um Haaresbreite an einer Pleite vorbeischlittern, dennoch sind natürlich die Systeme insgesamt weiterhin intakt. Deshalb ist der Geldmarkt natürlich auch für den privaten Anleger, insbesondere kurz vor dem nächsten Zinsschritt im September (sofern er denn kommt), eine aktuell besonders empfehlenswerte Anlageform.