Autobauer experimentieren weiter mit Nachtsichtgeräten als Assistenzsystem

Der Frühling bringt neue Automodelle auf den Markt und wieder übertrumpfen sich die Hersteller mit technischen Ausstattungen. BMW bietet jetzt auch im Cabrio als Extra ein Nachtsichtgerät.

Der Münchner Autobauer BMW hat die traditionelle Reihenfolge verändert und erstmals das neue Cabrio vor der Coupévariante auf den Markt gebracht. Der neue 6er Cabrio hat nicht nur im Bereich Leistung einiges zu bieten. Die Auswahl der Motoren beschränkt sich auf einen 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner, der es auf 235 kW/320 PS bringt und als Alternative einen V8-Motor mit 4,4 Litern Hubraum und 300 kW/407 PS. Neben der Zweizonen-Klimaanlage, die serienmäßig eingebaut ist, gibt es allerlei Extras im Angebot. Dazu gehört beispielsweise das Head-up-Display. Es projiziert Abbiegepfeile und Tempolimits auf die Windschutzscheibe und gibt auch die Verkehrsschilder wieder.

Nachtsichtgerät als Extra im 6er Cabrio

Alle Assistenzsysteme, die BMW im Angebot hat, lassen sich auch in das 6er Cabrio einbauen. Fünf Kameras in Frontschürze, Außenspiegeln und im Kofferraumdeckel erleichtern das Rangieren. Der Spurwechselassistent und ein Onlinezugang bieten weiteren Komfort. Das Nachtsichtgerät verfügt über eine Personenerkennung. Mit dem Einsatz der früher vorwiegend vom Militär und von Jägern genutzten Technik sollen nächtliche Unfälle mit Wild aber eben auch Fußgängern verhindert werden. Verschiedene Fahrzeughersteller experimentierten bereits mit der Technik. Neben den so genannten Restlichtverstärkern kamen auch bereits Wärmebildkameras zum Einsatz. Ein Problem beim Einsatz dieser Techniken im Auto (unabhängig davon, ob es sich um einen Mercedes, Audi, VW Käfer oder Opel handelt) ist jedoch, dass es dem Fahrer kaum möglich ist zu unterscheiden, ob sich ein Objekt auf oder neben der Fahrbahn befindet. Auch droht durch die zusätzliche Technik und das Display im Armaturenbrett eine verminderte Aufmerksamkeit für die Straße. Ausgereift scheint der Einsatz von Nachtsichtgeräten in Fahrzeugen daher noch nicht. Wie funktionell die Ausführung im neuen 6er Cabrio ist, wird wohl erst der Praxistest erweisen.
Während BMW die Technik auch für seinen Cabrio anbietet, bietet Konkurrent Mercedes Nachtsichtgeräte nur für die E-Klasse an. Der SLK und auch die neue C-Klasse verfügen trotz anderer Neuerungen darüber nicht.

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