Wie viel Wissen braucht der Mensch?Er braucht so viel Wissen, dass er in der Lage ist, die im beruflichen wie privaten Alltag an ihn gestellten Aufgaben zu bewältigen. Da man nicht weiß, welche Aufgaben und Probleme auf einen zukommen, sollte man keine Gelegenheit auslassen, bei der man sich Wissen aneignen kann. Es hat auf der Welt noch keinen Menschen gegeben, der von sich selbst gesagt hätte, er hätte in irgendeiner Situation zu viel Wissen gehabt. Der Volksmund sagt zwar, wer zu viel wüsste, müsste weg, aber da spricht der Neid und die Angst, der andere könne einen mit seinem Wissen aus der Position verdrängen. Das verstärkt die derzeitige Ellenbogenmenthalität der Gesellschaft noch einmal zusätzlich.

Allerdings gibt es auch Fälle, dass Bewerber in einem Job abgelehnt worden sind, weil sie zu viele Fachkenntnisse hatten. Das hat seine Ursache aber auch in einem ausgeprägten Konkurrenzdenken. Arbeitskräfte mit umfangreichen Fach- und Allgemeinwissen können unter Umständen auch hinter die Kulissen schauen und die kleinen Mauscheleien entdecken, die in jedem Unternehmen laufen. Deshalb hat man häufig Angst vor schlauen neuen Mitarbeitern. Außerdem fürchten die unteren Leitungsebenen dann sofort um den eigenen Job. Der Chef könnte ja merken, dass der oder die Neue besser ist als man selbst und einen deshalb feuern.

Ansonsten gilt die Devise, dass man mit Wissen immer weiter kommt als ohne und an vielen Stellen in der sich rasant entwickelnden Technik ohne die ständige Erweiterung des Wissens bald kein Vorwärtskommen mehr für den Einzelnen ist.

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